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Erste Gehversuche

2. September 2013

Also ich bin heil in Paris angekommen und hab es auch mit einigen Mühen und Muskelkater und solchen Scherzen geschafft, hier in meiner Studentenunterkunft anzukommen. Die Reise war ziemlich unbeschwert und der zweite Teil war auch recht unterhaltsam. Ich bin meinem Bildungsauftrag gerecht geworden und habe ein paar Damen, die etwas älter waren als ich noch 1-2 Kniffe mit dem PC gezeigt (zum Beispiel die Internetseite dict.leo.org, hoho). Die Orientierung am Anfang in Paris war mit zwei sauschweren Koffern (NIE WIEDER!) und so relativ interessant, aber … es prägt sich zumindest ein. Ich kannte mich am übernächsten Tag besser auf dem Gare du Nord aus als Marie 🙂

Ich habe es (fast) ohne Hilfe meiner ehemaligen Mitbewohnerin alleine geschafft, hier alles zu beziehen, nen französisches Bankkonto aufzumachen und auch schon mal 10 Fahrkarten zu kaufen, die ich gar nicht brauche, weil ich das hiesige ÖPNV-System noch nicht ganz verstanden hatte -.-

Na ja. Ich hoffe auch, dass ich demnächst nen eigenen Stromvertrag habe und auch ein NaviGO (das ist die günstige Nahverkehrsvariante für Inländer). Viel von dem administrativen Kram ist auch schon erledigt. Ich muss nur mal schauen, ob es die Leute inzwischen geschafft haben, mir auch nen Briefkastenschild mit zu verpassen oder noch nicht.

Inzwischen habe ich glücklicherweise auch ne Decke, nen Kissen und sogar Bettbezug. Ich glaube auch, dass ich noch nie so viel Zeug zum sauber machen gekauft habe wie am ersten Tag hier.

Ich wohne nicht wirklich direkt in Paris. Aber mit 10-15 Minuten Fußmarsch und 9 Minuten Zugfahrt bin ich dann doch relativ schnell zumindest am Gare du Nord (Nordbahnhof).

Was das französisch anbelangt, bin ich soweit, dass ich sagen würde, ich kann aus dem Kontext und Körpersprache und allem meistens ganz gut schlussfolgern, worum es gerade geht, muss aber im Normalfall schon noch nachfragen. Die Artikulation im französischen funktioniert aber bisher erstaunlich gut. Ich hab’s mir NOCH schlimmer vorgestellt.

Ärgerlich sind aber auch ein paar Sachen. So ist es mir beispielsweise derzeit nicht möglich, mit meinem Thunderbird (E-Mail-Programm) E-Mails zu verschicken. Ich nehme mal an, dass das Studentenwerk hier vor Ort den entsprechenden Port aus irgend einem Grund blockiert … auf jeden Fall nervt es doch ziemlich. Richtig spannend wird es eigentlich erst in drei Tagen beim Anfang der Uni. Dann kommt auch ein französisch-Test *bibber*. Na ja, ich glaube man kann nicht ’nicht bestehen‘. Man wird nur eingeteilt in Gruppe Anfänger bis Vollblut-Franzose.

Die Preise hier sind in der Kaufhalle einigermaßen passabel, wenn auch über den deutschen. Die Wohnungspreise sprechen wir jetzt mal nicht an und die Preise beim ausgehen sind horrend. Letzteres durfte ich aber glücklicherweise in guter Gesellschaft genießen, weil meine ehemalige Mitbewohnerin und ein paar Freunde von Moritz hier in Paris wohnen.

Ansonsten ist die erste Rückmeldung erstmal, dass es mir bis hierhin gut geht und ich mich jetzt erstmal kümmern muss, damit nicht demnächst die Kerzen mein Haupt-Lichtspender sind.

Der nächste Eintrag wird sich wohl entweder um das Kanzlerduell und paar Besonderheiten (m.E.) drehen oder um das politische System Frankreichs, was auch ganz spannend ist, wie ihr euch sicher gerade alle vorstellen könnt.

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From → Allgemein

One Comment
  1. Gigi permalink

    Paris bei Kerzenschein, und dann auch noch gezwungenermaßen… Du hoffnungsloser Romantiker 😉

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