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Meine kleine Tour de France

10. November 2013

Hallihallo,

heute ein kleiner Eintrag bezüglich meiner geplanten Sommerreise. Sollte sich meine finanzielle Situation irgendwie auch nur einigermaßen entspannen plane ich, nach dem Sommer-Semesterende hier, einen Fahrrad-Sommerurlaub durch Frankreich.

Die Route ist bisher im Wesentlichen so geplant, dass es von Paris aus nach Süden Richtung Mittelmeerküste geht bis nach Montpellier runter (vielleicht über einer Sommertour an der Loire entlang). Von da aus geht es langsam Richtung Westen bis zum großen Teich an den in Frankreich nicht sehr hohen Ausläufern der Pyrennäen entlang und dann hochwärts die Atlantikküste. Je nachdem, wie weit ich komme, geht der Kreisel dann auch hoch bis zum Ärmelkanal, über Holland und die Nordseeküste nach Hamburg und die Elbe runter bis nach Elbflorenz.

Das soweit der Plan. Glücklicherweise bin ich nicht der Erste, der sich mit Fahrradreisen in Frankreich beschäftigt und kann auch im Internet auf eine gewisse Infrastruktur zurückgreifen, die mir bei der Planung hilft.

Los geht das Ganze ungefähr Ende Juni und ich weiß noch nicht so ganz, ob ich direkt aus Paris starte, wäre aber natürlich die erste Idee. Ich könnte dann direkt die erste Nacht vielleicht bei Marie (Marcignac) pennen 😉

Geplant ist eigentlich, mit möglichst wenig Geld über die Runden zu kommen. Allerdings ist in Frankreich wildcampen verboten (genau wie in Deutschland). Wenn man allerdings ein Privatgrundstück findet und der Besitzer es erlaubt, kann man es machen. (Bauernhöfe)

Frankreich ist außerhalb Paris‘ nicht sehr dicht besiedelt. Das Land ist ein gutes Stück größer als Deutschland, wobei jedoch 1/6 der Bevölkerung allein in Paris und direkter Umgebung lebt. Dementsprechend ist der Rest des Landes eher ländlich mit Gegenden, wo Dörfer schon mal 20-30 km auseinanderliegen (was immerhin ein kompletter Tagesfußmarsch mit Gepäck wäre).

Situation Verkehr und Übernachtung

Auf der Seite http://www.radreise-wiki.de findet man eigentlich alles, was man so finden muss. Frankreich hat einige schöne Radwege, die allerdings hauptsächlich aus Straßen zu bestehen scheinen, die einfach aufgrund der Landflucht wenig befahren sind – was mir recht sein soll. Einige Eurovelo-Radwege scheint es auch zu geben, die aber in der Mehrheit noch nicht fertig gestellt sind. Bei den Unterkünften scheint es ein Netz von >500 Leuten zu geben, die quasi kostenlos Radwanderreisenden eine Unterkunft bieten. Wie man diesem Netzwerk beitritt und davon profitiert oder wie dicht es ist, kann ich allerdings noch nicht sagen.

Verpflegung

Der bisher schwierigste Part. Während ich plane, mit Ein-Mann-Zelt, Schlafsack und Isomatte und paar Klamotten irgendwie durchzukommen, weiß ich ehrlich gesagt nicht, wie ich das mit der Verpflegung bisher mache, weil ab und zu mal was warmes ja auch ganz hübsch sein soll. Ich hab nämlich gehört, dass es selbst im Sommer regnen kann. Viel mit mir rumschleppen kann ich nicht, weil es mir dafür am Platz mangelt und ich neben den bereits beschriebenen Dingen ja auch noch irgendwie Fahrrad-Werkzeug brauche. Ich muss mir diesbezüglich noch was einfallen lassen. Aber da es andere Leute ja auch immer wieder hinbekommen, wird es ja irgendwie gehen.

Planung Wege

Der Plan ist, sich vorher nen Plan zu machen und vielleicht noch ne größere Karte von Frankreich mitzunehmen, aber das sollte dann reichen. Mit den Französischkenntnissen, die ich bis dahin habe, kann man ja im Zweifelsfall auch einfach fragen. Pro Tag denke ich, dass ich so ungefähr 60-80 km zurücklegen will. Das klingt für den ein oder anderen vielleicht viel, ist es aber nicht. Bei ner Durchschnittsgeschwindigkeit von 15-20 km/h sind das ungefähr 4 h/Tag. Wenn man im Zelt und draußen schläft, wird man ja auch früh wach, besonders im Sommer.

Wie soll so ein typischer Tag also aussehen? Na ja. Aufstehen, zusammen packen, die frische Morgenluft schnuppern und leicht fröstelnd aufs Rad steigen und erstmal ein paar Kilometer zum aufwärmen machen. Danach vielleicht bissl was frühstücken und trinken und dann die entsprechende Kilometeranzahl bis zum nächsten Ziel schrubben. Das sollte im Regelfall bis Mittags über die Bühne gehen. Am Ziel erstmal Mittag essen. Wenn einem das Ziel gefällt und es da was zu sehen gibt, kann man sich das dann anschauen und den Rest des Tages genießen oder vielleicht gibt es ja auch shcöne Ziele abseits der Wege, wo man mal bissl hinradeln muss, was einem aber für den nächsten Tag nix bringt. Das kann man dann alles am Nachmittag machen, irgendwann Abendbrot, Popo eincremen falls er vom vielen Radeln weh tut und dann ab in die Heia. Nächster Tag, nächste Etappe.

So ungefähr stelle ich mir das vor. Ich hab mal Google kalkulieren lassen wie lang die Strecke Paris-Montpellier-Atlantik-Nordküste-Niederlande-Hamburg-Dresden ungefähr wäre und komme auf 3.444 km und einer Angabe von 200 Stunden. (Google rechnet also auch mit ungefähr 17 km/h) Das wären bei durchschnittlich 70 km/Tag 50 Reisetage mit dem Fahrrad. Das lässt mir immernoch über einen Monat Reservezeit von Ende Juni bis Anfang Oktober Zeit um Regentage, Fahrradpannen, Gegenwind oder Tourismus abzudecken. (Kalkuliert von Ende Juni + 50 Tage = zweite Augusthälfte macht über einen Monat bis Ende Oktober) Vor allen Dingen bleibt somit die Hoffnung, dass ich bei den Atlantikstränden nur bedingt die Tourismusschwemme des August mitnehme, denn: In Frankreich ist der August quasi der arbeitsfreie Monat für das gesamte Volk. Da passiert quasi nix im ganzen Land, denn das Land ist am Strand. Wenn ich aber nur die letzten 20 Tage = 1400 km im August verbringe, dann sind die hauptsächlich im Norden und außerhalb Frankreichs (Belgien, Niederlande, Deutschland) angesiedelt.

Warum erzähl ich euch das überhaupt?

Na ja, ich habe ja schon den ein oder anderen angefragt, ob er Bock hätte, sich im Sommer an sowas zu beteiligen. Bissl durch Frankreich radeln und so. Aus der letzten Ostsee-erfahrung weiß ich: Manchmal suckts und manchmal isses total cool. Auf jeden Fall weiß man aber auch nach Jahren immer noch, wo man langgefahren ist.

Einige Interessenten gab es ja und das ist jetzt quasi die Bestätigung, dass ich das immernoch im Auge habe, durchzuziehen. Ich weiß nicht, wie man sich irgendwann unterwegs begegnen sollte oder kann, aber es ist sicherlich irgendwie möglich. Es kann aber sein, dass man mal 1-2 Tage auf jemanden warten muss. Irgendwas kann ja immer dazwischen kommen. Wer aber Bock hat, einen Teil der Strecke mitzufahren (Mittelmeer soll ja schön sein), der ist gern gesehen. Voraussetzung ist ein funktionierendes Fahrrad, bissl Kleingeld und ne körperliche Fitness für 60-80 km Fahrrad/Tag. (Achtung! So lange Fahrrad fahren ist für das werte Hinterteil ne ziemliche Gewöhnungssache. Ein harter Sattel eignet sich besser und nachdem man das bissl trainiert hat, gibt’s da auch keine viehischen Schmerzen mehr. Guter Sattel sollte es aber sein und man sollte sich am besten vielleicht schon vor der Reise bissl dran gewöhnt haben, sonst könnte’s unangenehm werden.)

Das erstmal von dieser Idee. Ideen, Anregungen und Anmeldungen bitte immer gern.

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From → Allgemein

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